Grunderwerbsteuer Erhöhung: Kritik vom BFW
Bauherren und Immobilienkäufer müssen sich in fünf Bundesländern auf weitere Erhöhungen der Grunderwerbsteuer einstellen, darauf hin weist der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen. So planen die Bundesländer Bremen, Brandenburg, Niedersachsen und das Saarland eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer ab 2011 und das Bundesland Schleswig Holstein plant eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer ab 2013.
So soll im Saarland die Steuer von 3,5% auf 4% steigen, in Niedersachsen auf 4,5% und in Schleswig Holstein und Brandenburg soll die Grunderwerbsteuer sogar auf 5% steigen.
Kritik an diesen Erhöhungen kommt vom BFW. So moniert BFW-Bundesgeschäftsführerin Ira von Cölln, „Es kann nicht sein, dass die Länder und Kommunen versuchen, über eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer ihre Haushaltslöcher zu schließen. Dadurch wird gerade das im Koalitionsvertrag festgelegte Ziel, die stagnierende Wohneigentumsquote zu steigern, konterkariert. Insbesondere auf Familien kommen damit höhere Nebenkosten zu, die den Immobilienerwerb erschweren.“
Von Cölln betont zudem, dass vor allem in strukturschwachen Regionen wie z.B. Brandenburg für Käufer fraglich ist, ob eine Wertsteigerung der Immobilie in der Höhe eintritt, dass bei einem späteren Verkauf einer erworbenen Immobilie ein Kaufpreis erzielt werden kann, der den ursprünglich gezahlten Kaufpreis plus die Kaufnebenkosten übersteigt.