Renten- und Gehaltslücke zwischen Männer und Frauen wird kleiner
Im Schnitt verdienen Frauen in Deutschland im Moment rund 23% weniger als Männer. Es zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den alten und den neuen Bundesländern. So liegt der Einkommensabstand in den neuen Bundesländern bei nur 6%, während er in den alten Bundesländern bei 24% liegt. Dieses wirkt sich auch auf die Rente aus. So beträgt die Rentenlücke zwischen den Geschlechtern im Osten nur 16%, weil viele Rentnerinnen aus dem Osten Deutschlands meist Vollzeit gearbeitet haben und damit höhere Rentenanwartschaften erworben haben. Dagegen beträgt die Rentenlücke im Westen Deutschlands 35%.
In Zukunft wird die Lücke beim Gehalt und der Rente immer kleiner, davon geht das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) aus. Die Gründe liegen in einer bessere Ausbildung und Teilnahme am Arbeitsleben der jüngeren Frauen und der demografisch bedingten Verknappung von Arbeitskräften, die zu einem signifikant höheren Einkommen führen wird.
Fast 80% der Frauen zwischen 18 und über 70 Jahren wollen selbst Verantwortung für ihre Alterssicherung übernehmen. Dieses zeigt eine repräsentative Befragung des DIA bei der 1035 Frauen zwischen 18 und über 70 Jahren befragt wurden. Fast zwei Drittel zahlen Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung, mehr als 50% sparen im Rahmen der privaten Altersvorsorge und mehr als 25% sparen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge
Fast 75% der Frauen sparen auch über die Altersvorsorge hinaus. So nutzen insgesamt 43% Sparkonten und Versicherungsprodukte zum sparen. Des weitern legen 14% der Frauen ihr Geld in Wertpapieren oder Fonds an und 14% legen ihr Geld in Immobilien an. Die Hauptziele des Sparen sind bei den meisten befragten Frauen, die finanzielle Unabhängigkeit (60%) und die Sicherung des Lebensstandards (60%).