Hartz 4: Staatsministerin Böhmer fordert bei Neuberechnung sollen Maßnahmen zur Sprachförderung und Bildung einbezogen werden

Die Staatsministerin Maria Böhmer fordert, das bei der Neuberechnung der Hartz IV-Regelsätze Maßnahmen zur Sprachförderung und für eine bessere Bildung von Kindern einbezogen werden. So sind Menschen aus Zuwandererfamilien etwa mit einem doppelt so hohen Anteil von Hilfebedürftigkeit betroffen wie Deutsche ohne Migrationshintergrund. So sind im Schnitt rund 40% der Hartz IV-Empfänger Migranten.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Böhmer erklärte, „Unser Ziel ist die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in unserem Land. Voraussetzung dafür ist, dass auch Empfänger von Sozialleistungen in die Lage versetzt werden, insbesondere Bildungsangebote wahrnehmen zu können. Gerade für Kinder aus Zuwandererfamilien ist dies von entscheidender Bedeutung, damit sie die Spirale von Hartz IV durchbrechen können und ihnen die Chancen für eine berufliche Perspektive eröffnet werden.“

So sprechen viele der jungen Migranten oft schlecht Deutsch. Laut Mikrozensus 2008 haben 14,2 Prozent der Migranten keinen Schulabschluss – im Vergleich zu 1,8 Prozent der deutschen Bevölkerung. „Bildung hat einen hohen Stellenwert in unseren Land“, sagte die Ministerin weiter. Die Ministerin appelliert an die Migranteneltern, entsprechende Angebote von Bildungsträgern und anderen Einrichtungen anzunehmen.