Covid 19: Beim Finanzvermögen kommen Deutsche während der Krise im europäischen Vergleich gut davon

Corona bestimmt aktuell in Europa das Leben mit. Massive Auswirkungen hat Covid 19 nicht nur
auf die Lebensart, sondern auch auf das Sparverhalten und Finanzvermögen der privaten Haushalte in Europa.
Gegenüber Dezember 2019 hat sich das Kapital der Europäer im ersten Quartal diesen Jahres um 3% bzw. 771 Milliarden Euro deutlich reduziert. Relativ gut im Vergleich kamen die Deutschen davon, mit einem Minus von 2% bzw. einen Verlust von 128 Milliarden Euro. Das Finanzvermögen der Deutschen ist per Ende Juni, dank der Erholung der Kapitalmärkte und hohen Neuanlagen laut Prognose bereits wieder auf Rekordniveau.

Das zeigt die Analyse „Unser Geld & COVID-19“ der ING Deutschland. Dazu wurden durch Barkow Consulting Daten der Deutschen Bundesbank, der Deutschen Börse, der EZB, des statistischen Bundesamts (destatis) und von Eurostat ausgewertet. Der Ausblick für das erste Halbjahr wurde auf Basis der Entwicklung der Kapitalmärkte mit Hilfe statistischer Schätzverfahren ermittelt.

Ein Grund für den im Vergleich relativ geringen Verlust bei dem Finanzvermögen der Deutschen liegt in den hohen Anteil an Bankeinlagen und Versicherungen. Beides reagiert gar nicht oder nur gering auf Schwankungen des Kapitalmarkts. Dier Anteil an Bankeinlagen liegt in Deutschland bei 41%, in Europa im Schnitt bei 34%. Bei Versicherungen liegt der Anteil der Deutschen bei 37%, in Europa bei 35%. Ganz anders schaut das Verhältnis bei Aktien aus. So ist 10% des Finanzvermögens der Deutschen in Aktien investiert, in Europa sind es im Schnitt 17%.

In Europa am stärksten betroffen waren die Griechen. So hatten diese im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal ein Minus von 11%. Das Minus war im westlichen bedingt durch überdurchschnittlich hohe Verluste des Aktienvermögens. Danach folgen Italien mit minus 5,1 % und Belgien mit minus 4,4 %. Andererseits konnten litauische, holländische und zypriotische Einwohner ihr Vermögen sogar im gleichen Zeitraum noch um 5,8 %, 3,3 % bzw. 0,5 % gegenüber dem Vorquartal steigern.

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